Viel-Harmonie auf dem Oktoberfest

Nach dem traditionellen „O´zapft is!“ von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am vergangenen Samstag stieg der Puls bei den Musikern der Viel-Harmonie aus dem unteren Altmühltal stetig. Anfang des Jahres hat sich das Blasorchester erfolgreich beim Bayerischen Rundfunk für einen Auftritt auf der „Oiden Wiesn“ beworben. Nun haben die Musikerinnen und Musiker die Möglichkeit, ihr Können vor einer breiten Masse an Zuschauern unter Beweis zu stellen.

Am Sonntagmorgen ist es so weit. Um kurz nach acht geht es für die Gruppe mit dem Bus in Richtung Theresienwiese. Für einige Viel-Harmonie´ler ist dies der erste Besuch des Oktoberfests. Auf jeden Fall ist es für alle der erste Auftritt dort, was für aufgeregte, aber spaßige Stimmung sorgte. „Für diejenigen, die nervös sind: Es sind maximal 5.000 Zuschauer im Zelt und um die 100.000 vor den Fernsehern“, versucht Dirigent Korbinian Wimmer mit einem Augenzwinkern zu beruhigen.

Für die Live-Sendung ist im „Festzelt Tradition“ alles getaktet. Die Instrumente werden gestimmt, die Mikrofone positioniert, Wimmer erhält die letzten Instruktionen vom Kamerateam. Es folgt ein kurzer Probedurchlauf und schon wird die Zeit bis zur großen Übertragung heruntergezählt. „Noch eine Minute“, heißt es seitens des Bayerischen Rundfunks. Ein letzter Blick, ob die Tracht sitzt und Wimmer gibt das Zeichen zum Einsatz. Mit dem Walzer „Sehnsucht nach Böhmen“, zeigt die junge Gruppe, was sie kann und meistert selbstbewusst den ersten Teil ihres Wiesn Debüts. Insgesamt haben 148.000 Zuschauer die Sendung im BR verfolgt. „Es war auf jeden Fall eine Wahnsinns-Erfahrung, die wir nicht missen wollen“, sind sich die Musikerinnen und Musiker einig und lachen erleichtert.

Aber mit lediglich einem Stück gab sich das Blasorchester nicht zufrieden. Nach einer kurzen Pause wurde mit einem kraftvollen „Auf zum Start“ der einstündige Auftritt auf der Bühne des Festzeltes eingeläutet. Das zusammengestellte Set der Viel-Harmonie stieß auf Begeisterung, die Besucher tanzten und die jungen Musiker ernteten viel Lob.